Seit fünfzig Jahren vermisst die Forschung, was Menschen glücklich macht, und sie hat dabei mehr gefunden als Tipps. Jeden Morgen ein Befund, ein Blick in deinen Alltag und ein Schritt zum Ausprobieren. Acht Wochen, acht Übungen, jede mit Beleg.
Der Kurs stützt sich auf Sonja Lyubomirskys «The How of Happiness», Daniel Gilberts «Stumbling on Happiness», Martin Seligmans «Flourish», Paul Dolans «Happiness by Design», Daniel Kahnemans «Thinking, Fast and Slow», die Harvard-Studie nach Robert Waldinger und Marc Schulz, dazu Richard Layard, Mihaly Csikszentmihalyi, Jonathan Haidt und Arthur Brooks. Wo ein Befund aus einem bestimmten Werk stammt, nennt die Mail den Autor.
Kurs bestellenGuten Morgen!
Ab heute kommt jeden Morgen ein kleiner Gedanke zu einer Frage, die jeder Mensch kennt und die trotzdem selten in Ruhe angeschaut wird: Was macht uns eigentlich glücklich, und was davon liegt in unserer Hand? Es geht in diesem Kurs um die Glücksforschung. Das klingt nach Labor und Fragebogen, und ein bisschen ist es das auch. Aber keine Sorge: Es kommen keine Formeln, keine Statistik-Vorlesung und keine Tipps von der Sorte «Lächle mehr». Nur jeden Tag ein Gedanke, den man beim Frühstück fassen kann, und jeden Tag etwas, das man ausprobieren kann.
Der Punkt zum Start: Glück galt lange als etwas, das einem zufällt oder eben nicht. Das Wort selbst sagt es ja schon, Glück haben, Glück gehabt. Seit rund fünfzig Jahren gibt es aber eine Wissenschaft, die Glück vermisst. Sie befragt Hunderttausende Menschen in fast allen Ländern der Welt, sie folgt denselben Personen über Jahrzehnte, sie vergleicht Zwillinge, sie lässt Leute mehrmals am Tag per Handy melden, wie es ihnen gerade geht. Aus diesen Bergen von Antworten sind ein paar Dinge herausgekommen, die überraschend fest stehen. Manches davon ist ernüchternd, etwa dass ein Lottogewinn weniger lange trägt, als wir denken. Vieles ist ermutigend, etwa dass ein Teil unseres Glücks sich tatsächlich gestalten lässt, und zwar mit Mitteln, die nichts kosten.
Und genau darum geht es hier. Wer etwas vermessen kann, kann es auch verändern. Wer weiss, was verblasst und was bleibt, kann seine Zeit und sein Geld anders einsetzen. Dieser Kurs ist darum beides: ein Bericht darüber, was die Forschung weiss, und eine Anleitung, was man daraus im eigenen Alltag machen kann. Er verspricht nicht, dass in acht Wochen alles gut wird. Er verspricht, dass du danach genauer weisst, wo dein Spielraum liegt und wie du ihn nutzt.
Acht Wochen sind es, jede mit einem Thema und einer Übung, die man die ganze Woche mitträgt. Diese erste Woche schauen wir, wo du stehst: was Glück im Sinn der Forschung überhaupt ist, wie man es misst und was von ihm mitgebracht ist und was nicht. Dann kommen die Wochen zu unseren Fehlprognosen, zum Geld, zur Aufmerksamkeit, zur Tätigkeit, zu den Menschen um uns und zum Sinn. Zum Schluss baust du daraus etwas Eigenes.
Zum Ausprobieren: Diese Woche notierst du jeden Abend drei Zahlen von 0 bis 10, auf einem Zettel oder im Handy. Erstens: Wie war meine Stimmung heute? Zweitens: Wie zufrieden bin ich mit meinem Leben insgesamt? Drittens: Wie sinnvoll war der heutige Tag? Nicht lange überlegen, die erste Zahl ist die richtige. Am siebten Tag schauen wir gemeinsam, was diese Zahlen erzählen.
Zum Vertiefen: Dieser Kurs stützt sich auf Bücher von Daniel Kahneman, Daniel Gilbert, Sonja Lyubomirsky, Martin Seligman, Paul Dolan, Richard Layard und Robert Waldinger; wo ein Befund aus einem bestimmten Buch stammt, steht es jeweils am Ende der Mail.
Einen guten Tag!
56 Mails
Acht Wochen, jeden Morgen eine, auch am Wochenende. Kein Abo, keine Folgekosten, Abmelden jederzeit.